Manufaktur

Verwendete Materialien

Materialien- Original - Serie

Bei der Werkstoffwahl spielen neben den technischen Aspekten auch die ökologischen eine wichtige Rolle, denn diese müssen für den Kunden transparent und nachvollziehbar sein. Um keine Ressourcen unnötig zu verschwenden werden bei der Original-Serie ausschließlich Materialien verbaut die für den vorgesehenen Zweck auch nachweislich geeignet sind.

Sorgfältig selektiertes Eschenholz wird – vereinfacht ausgedrückt – unter Sauerstoffmangel bei Temperaturen zwischen 170 und 250 °C für 24 bis 48 Stunden behandelt (frittiert) . Das Ergebnis ist – neben einer dunklen Farbe – eine stark verminderte Aufnahme von Feuchtigkeit. Dadurch resultiert ein viel geringeres Quellen und Schwinden als bei gewöhnlichem Holz. Mit Hilfe dieses Verfahrens wird selbst Buchenholz – welches ursprünglich für den Außenbereich absolut ungeeignet ist – wetterfest (resistent gegen Pilz-und Insektenbefall) und kann z.B. zu Terrassendielen oder in Feuchträumen verarbeitet werden. Durch die entstehende Reduzierung des PH-Wertes auf ca. 1,5 wird den Mikroorganismen zudem der Nährboden entzogen, d.h. Thermoholz ist (wie Hölzer mit hohem Gerbsäuregehalt) von Natur aus antibakteriell.

Das beim exklusiven Schneidebrett verwendete Holzöl ist ein rein biologisches Produkt mit antibakterieller Wirkung, welches in mehreren Arbeitsgängen aufgetragen wird. Die fertige Oberfläche schützt vor Fleckenbildung z.B. durch Rotwein und kalkhaltigem Wasser und baut Bakterien nach ca. 2 Stunden fast vollständig ab.

Es ist geprüft vom DIL (Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik) und nach §31 LFGB (Lebensmittel-und Futtermittelgesetzbuch) – Zulassung für Lebensmittelbedarfsgegenstände (z.B. Holzschneidebretter) und DIN EN 71-3 (Sicherheit von Kinderspielzeug), auch Schweiß -und Speichelecht genannt. Die Hauptbestandteile des Pflegeöls sind gereinigtes Leinöl und natürliche Baumharze. Durch diese äußerst hygienische Oberfläche gehören vergammelte Schneidbrettchen endlich der Vergangenheit an.

Multiplex-Platten sind Furniersperrholzplatten, die aus mindestens fünf gleich starken (Birken) Furnierlagen (ca.1,5 mm dick) bestehen. Die Verleimung untereinander geschieht mit wasserfesten Leimen und immer um 90 Grad gedrehte Lagen, was auch letztlich das markante Kantenbild ergibt. Durch diese Verleimtechnik – auch Absperrtechnik genannt – hindern sich die einzelnen Lagen gegenseitig am Quellen und Schwinden. Dadurch entsteht eine gleichmäßig stabile Platte welche praktisch nicht mehr arbeitet. Die Bezeichnung AW100 gibt in diesem Fall die feuchtigkeitsbeständige Verleimung an. Um zu verstehen welche Vorteile hinsichtlich Stabilität dieser Werkstoff hat, sollte man an Skateboards denken, denn die Bretter werden nach dem gleichen Prinzip hergestellt und sind noch dünner.

HPL ist ein Baustoff, bei dem Melamin- und Phenolharz getränktes Papier und eine Deckschicht unter hohem Druck und Temperatur untereinander zu einer Dicke zwischen 0,7-20mm verpresst werden. Durch die Verwendung hitzebeständiger Harze halten die fertigen Platten auch kurzzeitig hohe Temperaturen (z.B. durch Zigarettenglut oder heiße Topfböden) stand ohne Schaden zu nehmen. Die Oberflächen sind leicht zu pflegen und zu reinigen, lichtbeständig und unempfindlich gegen Alkohol, organische Lösemittel (handelsübliche Haushaltsreiniger) und Wasser. HPL ist wegen der Kratz-und Abriebfestigkeit in vielen Produkten des täglichen Lebens verarbeitet. Fußböden, Krankenhauseinrichtungen, Fassadenverkleidungen, Oberflächen von Bowlingbahnen und Küchenarbeitsplatten sind nur einige der häufigen Anwendungen.

Platin-Silikon ist die hochwertigste Form des Silikons und daher auch für den Umgang mit Lebensmitteln besonders geeignet. Es ist absolut ungiftig, geruchs- und geschmacksneutral und entspricht daher auch den Lebensmittelsicherheitsstandards. Platin-Silikon wird nicht nur wegen dieser Eigenschaften auch häufig in der Medizintechnik (z.B. in Dampf-Desinfektionsanlagen) eingesetzt, sondern dieser Werkstoff ist ebenfalls enorm Kälte-und Hitzebeständig und kann bei Temperaturen zwischen -60°C und + 230°C eingesetzt werden. Silikon ist zudem ein Material welches elastisch und alterungsresistent ist. Einsatzgebiete für Alltagsgegenstände sind z.B. Backformen.

Die Schrauben und Rosetten zur Befestigung der Rahmenteile am Plattenteil bestehen aus V4A Edelstahl. Der große Vorteil gegenüber verzinkten Stahlschrauben (welche weitaus preiswerter sind) liegt in der Beständigkeit gegenüber Säuren (Fruchtsäuren, Essig) und Salzwasser (z.B. Speisesalz beim Würzen). Im Klartext: Rost hat keine Chance, was in der Küche und beim Umgang mit Lebensmitteln ein absolutes Muss ist.

Für die Standfüße wird Edelstahl 1.4301 (V2A) verwendet.

Die Standflächen der Füße bestehen aus einem Polyurethan-Elastomere welches elastisch und alterungsbeständig ist. Zudem hat dieser Werkstoff eine hohe Haftung auf glatten Untergründen (Küchenarbeitsplatten) und sorgt für den sicheren Stand der Gesamt-konstruktion. Er färbt im Gegensatz zu Naturkautschuk nicht ab (Stichwort Stand – und Schubspuren) , ist beständig gegen Öle (wenn mal was daneben geht) und die meisten Lösemittel. Vorteilhaft ist außerdem das Dämpfen von Schwingungen und Vibrationen, was sich – auf das Produkt bezogen – spätestens beim Plattieren von Bratgut positiv bemerkbar macht.

PE steht für den Kunststoff PolyEthylen, und HMW steht für High Molecular Weight

PE HMW ist ein hochmolekulares Polyethylen dass sich durch gute mechanische Eigenschaften wie Kratz- und Schneidfestigkeit und sehr gute Säurebeständigkeit auszeichnet. Der Werkstoff findet in verschiedenen Industriezweigen wie der Lebensmittel- und Getränkeindustrie (Dauergebrauchstemperatur -100°C bis +80 °C ) Anwendung und gilt quasi als DIE ERSTE WAHL wenn es um den Kontakt mit sensiblen Lebensmitteln geht.

Er nimmt im Gegensatz zu den bekannten billigen Schneidebrettchen aus geschäumter Ware keine Feuchtigkeit auf und vergilbt auch nicht. Ebenso lassen sich Farbspuren durch stark färbende Lebensmittel (Rote Beete, Karotten, Curry) spätestens bei einer Wäsche in der Spülmaschine ganz leicht entfernen. Trotz der hohen mechanischen Belastbarkeit ist der Kunststoff beim Schneiden Klingenschonend. Natürlich hinterlassen Schneidewerkzeuge auch hier ihre Spuren, diese sind aber optisch weniger auffällig als bei anderen Werkstoffen. Das selbst im gewerblichen Einsatz die Nutzungsdauer bei Jahren liegt ist nur eines von vielen Argumenten für dieses Material.